Pulverschneevergnügen in Japan

Die erste Assoziation zu Japan ist sicherlich nicht Pulverschnee, sondern vielleicht die Kirschblüte. Trotzdem zieht es im Winter Ski- und Snowboardbegeisterte aus der ganzen Welt auf die nördlichste japanische Insel Hokkaido. Aufgrund ihrer Nähe zum frostig kalten Sibirien gibt es hier jeden Tag während der kalten Jahreszeit Schnee und aufgrund seiner trockenen Qualität ist er ein Eldorado für alle Anhänger des Wintersports auf Brettern. Die Kleinen und Kleinsten lernen Skifahren in einer Skischule, die Experten Freeriders ziehen frische Bahnen hinab von den Gipfel der Berge Nagamine und Asari oder vom Vulkan Yoichidake. Und nach einem Tag im Pulverschnee warten heiße Quellen auf den Besuch von glücklichen Skifahrern. Zum Abendessen gibt es köstliches Sushi und danach einen lokal gebrannten Whiskey. Die Wintersportsaison reicht von Ende November bis April oder sogar in den Mai hinein.

Einfach atemberaubend schön – Känguru-Insel – Australien

Australien, Januar, Kaenguru-Insel

Sonne tanken in Rio Grande do Norte – Brasilien

Wenn Rio Grande do Norte schon Braut der Sonne als Spitzname trägt, dann kann man 233 Tage voller Sonnenschein fast erwarten. Daneben lockt die Region drei Stunden nördlich von Rio de Janeiro mit langen Sandstränden und guten Surfbedingungen. Das Hinterland, das lange Jahre in Armut darbte, hat in der letzten Zeit einen Investitionsschub gesehen und die lokale Kultur mit ihren Kunsthandwerkerprodukten, die Küche und besonders die Musik wird gefördert. Am Strand an einer Bar Shrimps oder Anchovis essen und dazu den Klängen des forró lauschen, der Akkordeon, Triangel und zabumba-Trommeln zu einem mitreißenden Rhythmus vereint, ist Urlaubsfeeling wie aus dem Bilderbuch. Zwischen Dezember und März herrscht Hochsaison und im Dezember wird außerdem der brasilienweit größte Karneval außerhalb der Saison gefeiert – Lebensfreude pur, die ansteckt.

Südamerika, August, Rio

Die grüne Insel und die goldenen Strände – Irland

Zugegeben, bei Irland denkt man nicht unbedingt sofort ans Planschen im warmen Wasser und Donegal im Norden der grünen Insel ist auch nicht als Badeparadies bekannt. Die Halbinsel Inishowen hat ohnehin schon etwas Nordisch-Wildes zwischen wilden Wellen aus Westen und Norden und dem Spiel von Ebbe und Flut. Trawbeaga Bay ist Heimat der Five Finger, fünf Felsen, die bei Ebbe aus dem Wasser ragen und Wahrzeichen der Bucht sind. Dazu kommen goldgelbe Dünen, das irische Grün und das dunkelblaue Meer, das sich hier gerne sturmgepeitscht präsentiert. Also Mütze auf, Schal fest um den Hals wickeln und hinauf auf die Dünen und dort tief durchatmen – so lässt man den Alltag davonwehen, vorzugsweise im Sommer (Top Urlaubsziel für den August), denn die Herbst- und Winterstürme sind ungezähmte Naturgewalt, die jeden Besucher mehr als nur frösteln lassen.

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Europa, Juli, Irland

Einsamkeit auf der beliebtesten deutschen Insel – Urlaubsziele Deutschland – Sylt

Sylt ist kein Geheimtipp und ganz sicher gerade in den Sommermonaten keine Destination für Erholungssuchende – dafür ist die Insel mit der charakteristischen Form einfach viel zu klein. Überall Urlauber, hektisch auf der Suche nach dem urigsten Kapitänshaus, der besten Galerie und dem besten Schnäppchen. Unendliche Weite kann man trotzdem am Ellenbogen erleben: Die weiten Strände mit den Dünen im Norden reichen von der Binnenseite im Osten bis nach Westen, wo die wilde Nordsee an der Insel nagt.   Hier ragt ein rot-weiß-geringelter Leuchtturm in den Himmel, einige reetgedeckte Häuser ducken sich in die Dünen und das zusammen gibt ein schönes Panorama für das Weitwinkelobjektiv, mit dem man die Weite versucht einzufangen. Den Wind im Gesicht, die Sonne im Rücken, im Wasser taucht ein Robbenkopf auf und man kommt wieder bei sich selbst an – egal zu welcher Jahreszeit. Selbst im Winter ist der Ellenbogen einen Besuch wert. Die Mautstraße bis zum Parkplatz ist schließlich das ganze Jahr über geöffnet.

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Europa, Juni, Sylt

Und ewig lockt der Big Apple: New York City

Keine Reisewunschliste ist ohne New York komplett. Selbst wenn man die Stadt, die niemals schläft, schon einige Male besucht hat, ist sie doch immer wieder neu. Das gilt besonders seit das One World Trade Center eingeweiht wurde und die Skyline bereichert. Stadtsanierungsprojekte haben die Spitze von Manhattan wieder zu einem beliebten öffentlichen Platz gemacht. Und wer nicht mit dem Ozeanliner anreist, sollte wenigstens East River Ferry nehmen, um die Aussicht auf die Skyline zu genießen. Unnötig zu sagen, dass New York zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist: Die Saison vor Weihnachten hat natürlich ihre ganz eigene Magie aus Schnee und Lichtern, im Frühling sprießen die Blumen an den unwahrscheinlichsten Ecken während der Sommer die Stadt durchaus auch einmal angenehm schläfrig machen kann und das Herbstlicht die Stadt vergoldet.

USA, November, New York City

Britishness at its finest – Die Capability Brown Gärten in Großbritannien

Nicht nur für Landschaftsarchitekten und Hobbygärtner sind die englischen Gärten eine wahre Freude: Weite Wiesen, Wälder, die aussehen, als dürften sie ungestört wachsen, obwohl sie sorgfältig gepflegt werden, verschlungene Wege, funkelnden kleinen Seen und pittoreske Ruinen machen einen Spaziergang durch so einen weitläufigen Park zu einer Entdeckungstour durch die Kultur des 18. Jahrhunderts. Der große Landschaftsgärtner dieser Zeit war Lancelot Brown, der sich den Spitznamen Capability zugezogen hat. Viele der Herrenhäuser mit ihren Parks und Gärten dienen heute als Filmkulisse, unter anderem für die beliebten Jane-Austen-Verfilmungen, sind aber ansonsten zu besichtigen. Zu den lohnenswertesten Adressen in Großbritannien gehören Stowe, Chatsworth House und Burghley House. Im Winter sind die Parks, wie alle Grünanlagen, ein eher trauriger Anblick, aber von Juni bis Oktober erstrahlen die Gärten in grünem Glanz.

Europa, Juni, Großbritanien

Verloren im Paradies – Bermuda

Bermuda ist eigentlich für das gleichnamige Dreieck bekannt, in dem angeblich Schiffe und Flugzeuge auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Kaum jemand weiß allerdings, dass die Insel im Atlantik vor der US-amerikanischen Küste eine wahre landschaftliche Schönheit ist: Üppige, tropische und subtropische Vegetation, Strände, die mit winzigen Korallensplittern durchsetzt sind und rosarot schimmern, Häuser in einladenden Pastellfarben und einer liebenswürdig britischen Exzentrik sind eigentlich schon Einladung genug. Dazu kommt aber auch noch eine spannende Geschichte der Insel, Wale und Vögel für Naturliebhaber und einem Einkaufsparadies in St George’s, einem weiteren UNESCO-Welterbe. Hochsaison für Kreuzfahrtschiffe sind die Monate von April bis November, im Winter ist das Preisniveau auf Bermuda besser erträglich, im März und April hat man die Chance, einen Blick auf riesige Meeressäuger zu erhaschen und während des Sommers gibt es Strand- und Festivalfeeling auf Bermuda.

Nordamerika, Maerz, Bermuda

Nicht nur für Weinkenner: Die Côte d’Or im Burgund

Das Burgund ist eine der bekanntesten Weinanbaugebiete und blickt auf eine mehr als 2.000 jährige Geschichte als Region für edle Tropen zurück, was auch die UNESCO mit einem Platz auf der Welterbe-Liste anerkannt hat. Die Côte d’Or besteht aus Kalkstein, der manchmal auf wenige hundert Meter zusammenrückt und ein enges Tal mit Weinbergen formt. Manche der uralten Weinberge sind so winzig, dass nur drei Reihen Weinstöcke darauf Platz haben. Am besten erkundet man diese besondere Landschaft mit dem Fahrrad; im Oktober und November erwacht die Côte d’Or zu hektischer Betriebsamkeit, wenn die Weinlese beginnt. Im Juli findet für Musikliebhaber ein Festival der barocken Oper statt. Zum hervorragenden Wein passt natürlich der ebenso erstklassige Käse, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Europa, Mai, Burgund

Das zweitkleinste Land Südamerikas mit gepflegtem Understatement: Uruguay

Uruguay wird meist übersehen durch seine riesenhaften Nachbarn Brasilien und Argentinien, die auch das europäische Bewusstsein mit Karneval, WM, Kriminalität und Finanzkrise und Rindersteaks dominieren. Dass der Ministerpräsident von Uruguay dagegen den größten Teil seines Gehalts für wohltätige Zwecke spendet, ist nur eine Randnotiz wert. Dabei hat das kleine Land viel zu bieten: Luxuriöse Strände in Punta del Este, Sumpfland in den Bañados del Este Biosphärenreservat, wo Vogelkundler bei über 100 Vogelarten voll auf ihre Kosten kommen, Colonia del Sacramento mit ihrer kolonialen Architektur aus Spanien und Portugal und einem Platz auf der UNESCO-Liste und natürlich Montevideo mit seinen etwas mehr als drei Millionen Einwohnern, wo man neugotische Architektur und das Museo de Carnaval bewundern kann. Für Sonnenanbeter ist der hiesige Winter die richtige Jahreszeit, für Kultur- und Naturliebhaber Herbst und Frühling.

Mitten in der Prärie: Winnipeg, Kanada

Ziemlich genau in der Mitte zwischen kanadischer Atlantik- und Pazifikküste und den Touristenhochburgen im Great White North liegt Winnipeg, eine 800.000-Einwohner-Stadt wortwörtlich mitten in der Prärie. Normalerweise verbringt man hier eine Nacht, wenn man Kanada mit dem Auto oder Zug durchquert, aber seit ein paar Jahren putzt sich The Peg, wie die Stadt von Einheimischen genannt wird, heraus: Hier gibt es ein Human Rights Museum, das Exchange District beherbergt Galerien, Boutiquen und viel Platz für Musik. Die Winter sind eiskalt, aber auch daraus macht man in Winnipeg das Beste, indem man zum Schlittschuhlaufen auf den Red River zieht. Von Juni bis September halten Festivals und Konzerte Einzug in The Peg, im Winter hat der Arctic Glacier Winter Park zum Schlittschuhlaufen, Rodeln und anderen winterlichen Aktivitäten geöffnet.

Außenposten vor der Antarktis: Südgeorgien

Tausende von Pinguinen, Wale, Robben, Seeelefanten, Möwen, Albatrosse, Skuas – der Lärm und der Gestank sind atemberaubend, aber auch die visuellen Eindrücke: Gletscher, Tiere, Eisberge, Polartag, man weiß nicht, was man zuerst erfassen soll. Für einen so verlorenen Außenposten vor dem unendlichen Eis der Antarktis herrscht auf Südgeorgien erstaunlich reges Treiben. Von Menschen allerdings ist hier eher nichts zu sehen, denn das britische Territorium ist nur mit dem Schiff zu erreichen und die Reise durch den turbulenten Südatlantik nicht die Sache eines jeden Magens. Und trotzdem war Südgeorgien das gelobte Land Ernest Shackletons, als seine Antarktisexpedition scheiterte. Heute sind die Reisen mit dem Schiff um einiges komfortabler: Schiffe mit entsprechender Eisklasse kommen im antarktischen Sommer (November bis Januar) in diese Gefilde und bringen Besucher auch auf die antarktische Halbinseln, zu den Falkland-Inseln und nach Patagonien.